Schu­lungs­pro­gramm — Digi­ta­le Zusam­men­ar­beit in Betreuungsvereinen

zur Prä­sen­ta­ti­on Schulungsprogramm - Digitale Zusammenarbeit in Betreuungsvereinen Praxisorientiertes Schulungsprogramm für Betreuungsvereine: So gelingt digitale Zusammenarbeit im Team – mit Standards nach DIN EN ISO 9001, klaren Prozessen und hilfreichen Tools wie Outlook, eBO und Butler21.

zum Hand­out

  1. 🗂️ Ein­heit­li­che Doku­men­ta­ti­on und Ablagestrukturen
  2. 📨 Stan­dar­di­sier­te Pro­zes­se zur Post­be­ar­bei­tung (ana­log, digi­tal, eBO, Fax)
  3. 💬 Kla­re Regeln für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge und Erreichbarkeit
  4. ⏰ Struk­tu­rier­te Fris­ten- und Aufgabenverwaltung
  5. 💻 Nut­zung und Ein­füh­rung von Soft­ware und Tools (z. B. butler21, Out­look, eBO-Systeme)
  6. 🔒 Rol­len- und Zugriffs­ma­nage­ment (Daten­schutz, Rollenverteilung)
  7. 🤝 Zusam­men­ar­beit im Team und trans­pa­ren­te Arbeitsorganisation
  8. 🔄 Refle­xi­on und Wei­ter­ent­wick­lung der digi­ta­len Zusammenarbeit
  9. 📖 Abschluss und Ausblick
  10. Mate­ri­al
  11. FAQ

Ein­lei­tung: In die­sem pra­xis­na­hen Schu­lungs­pro­gramm erfah­ren Sie, wie Sie digi­ta­le Zusam­men­ar­beit in Ihrer Orga­ni­sa­ti­on effek­tiv gestal­ten und umset­zen kön­nen. Ob Sie eine Schu­lung durch­füh­ren oder ent­wi­ckeln möch­ten – die­ser Leit­fa­den bie­tet Ihnen ver­ständ­li­che Erklä­run­gen und prak­ti­sche Anwen­dun­gen für den All­tag. Wir berück­sich­ti­gen dabei aktu­el­le Qua­li­täts­ma­nage­ment-Stan­dards wie die DIN EN ISO 9001, um sicher­zu­stel­len, dass Ihre Arbeits­wei­se nicht nur effi­zi­ent, son­dern auch stan­dar­di­siert und nach­voll­zieh­bar ist. Im Mit­tel­punkt ste­hen Qua­li­täts­si­che­rung und kon­ti­nu­ier­li­che Ver­bes­se­rung: Ein­heit­li­che Abläu­fe, kla­re Ver­ant­wort­lich­kei­ten und regel­mä­ßi­ge Über­prü­fun­gen hel­fen Ihnen, die Zusam­men­ar­beit in Ihrem Team opti­mal zu orga­ni­sie­ren. (DIN EN ISO 9001 legt bei­spiels­wei­se stren­ge Maß­stä­be an die Doku­men­ta­ti­on an, damit alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen im Lebens­zy­klus eines Doku­ments gesteu­ert und kon­trol­liert werden.)


🗂️ Ein­heit­li­che Doku­men­ta­ti­on und Ablagestrukturen

Eine ein­heit­li­che Doku­men­ta­ti­on und Abla­ge­struk­tur sorgt dafür, dass alle Team­mit­glie­der Infor­ma­tio­nen schnell fin­den und ver­ste­hen. Jede Betreuer:in soll­te auf die glei­chen klar struk­tu­rier­ten Ord­ner zugrei­fen kön­nen – ob digi­tal auf dem Ser­ver oder in der Cloud (sie­he hier­zu auch Punkt 5 — Fall­ma­nage­ment-Soft­ware). So wird ver­mie­den, dass wich­ti­ge Doku­men­te ver­lo­ren gehen oder dop­pelt abge­legt wer­den. Qua­li­täts­stan­dards for­dern nach­voll­zieh­ba­re Abla­gen: Alles ist dort, wo man es erwar­tet, und jedes Doku­ment ist kor­rekt benannt (z. B. mit Datum und aus­sa­ge­kräf­ti­gem Titel). Auch die Maß­nah­men­er­fas­sung (also das Fest­hal­ten von Betreu­ungs­maß­nah­men und ‑schrit­ten) wird in einer fes­ten Form doku­men­tiert, damit jeder­zeit ersicht­lich ist, was zuletzt getan wurde.

  • Stan­dard-Akten­struk­tur: Legen Sie für alle Klient:innen eine ein­heit­li­che Akten­struk­tur an (z. B. Unter­ord­ner für Per­so­nen­da­ten, Schrift­ver­kehr, Berich­te, Rech­nun­gen etc.).
    🧭 Ori­en­tie­rung: Ein Akten­plan als Vor­la­ge hilft allen, die glei­che Struk­tur zu nutzen.
  • Doku­men­ten­be­nen­nung: Ver­ein­ba­ren Sie kla­re Regeln zur Benen­nung von Datei­en (etwa Sche­ma: Datum_Typ_Inhalt.pdf, z. B. 2025-04-01_Bericht_Betreuungsverlängerung.pdf). Dadurch las­sen sich Datei­en sofort inhalt­lich zuordnen.
  • Ver­sio­nie­rung und Zugriffs­or­te: Falls Doku­men­te über­ar­bei­tet wer­den, nut­zen Sie Ver­si­ons­num­mern oder Datums­an­ga­ben. Spei­chern Sie wich­ti­ge Datei­en an einem zen­tra­len, für das Team zugäng­li­chen Ort (nicht nur lokal auf Einzelrechnern).

📋 Check­lis­te: Die Teil­neh­men­den erhal­ten eine Check­lis­te für Doku­men­ta­ti­on und Abla­ge, die alle wich­ti­gen Regeln (Ord­ner­struk­tur, Datei­na­men, Ver­sio­nie­rung) über­sicht­lich zusam­men­fasst. So kann im All­tag Punkt für Punkt abge­hakt wer­den, ob z. B. ein neu­es Doku­ment rich­tig abge­legt wurde.

📄 Hand­rei­chung: Zusätz­lich stel­len wir eine kur­ze schrift­li­che Anlei­tung bereit, die an prak­ti­schen Bei­spie­len zeigt, wie eine Mus­ter­map­pe ange­legt wird und wie Doku­men­te ein­heit­lich benannt wer­den. Die­se Hand­rei­chung dient spä­ter als Nach­schla­ge­werk im Arbeitsalltag.


📨 Stan­dar­di­sier­te Pro­zes­se zur Post­be­ar­bei­tung (ana­log, digi­tal, eBO, Fax)

Die ein­ge­hen­de und aus­ge­hen­de Post ist ein wich­ti­ger Infor­ma­ti­ons­fluss in Betreu­ungs­ver­ei­nen. In die­sem Modul ler­nen die Teil­neh­men­den stan­dar­di­sier­te Pro­zes­se für alle Arten von Post ken­nen – egal ob Brief­post, E‑Mails, Fax oder elek­tro­ni­sche Behör­den­post (eBO). Durch kla­re Abläu­fe stel­len wir sicher, dass nichts ver­lo­ren geht und alles zeit­nah bear­bei­tet wird. Jede Postart hat dabei defi­nier­te Schrit­te: Zum Bei­spiel wird ein­ge­hen­de Brief­post zen­tral geöff­net, digi­ta­li­siert und dann an die zustän­di­ge Betreuer:in wei­ter­ge­lei­tet. Für E‑Mails und Fax­ein­gän­ge gibt es ver­gleich­ba­re Regeln. eBO (das beson­de­re elek­tro­ni­sche Behör­den­post­fach, ein digi­ta­les Post­fach für die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Gerich­ten und Behör­den) wird zuneh­mend wich­tig: Hier ler­nen die Teilnehmer:innen, wie man die eBO-Nach­rich­ten regel­mä­ßig abruft, kor­rekt spei­chert und Fris­ten dar­aus notiert.

  • Post­ein­gangs-Work­flow: Legen Sie fest, wer ein­ge­hen­de Post annimmt und ver­teilt. Z. B. sor­tiert eine zustän­di­ge Per­son jeden Mor­gen die Brief­post, stem­pelt Ein­gangs­da­tum und scannt rele­van­te Schrei­ben ein. Digi­ta­le Ein­gän­ge (E‑Mail, eBO, Fax) wer­den in einem Post­ein­gangs­buch oder Ord­ner vermerkt.
  • Digi­ta­le Archi­vie­rung: Jeder Brief wird nach dem Scan­nen im rich­ti­gen digi­ta­len Ord­ner abge­legt (nach der oben defi­nier­ten Akten­struk­tur). Ori­gi­na­le wer­den geord­net archi­viert. E‑Mails wer­den eben­falls ins Datei­sys­tem oder ein Doku­men­ten­ma­nage­ment über­tra­gen, nicht nur im per­sön­li­chen Post­fach belas­sen (sie­he hier­zu auch Punkt 5 — Fall­ma­nage­ment-Soft­ware).
  • Post­aus­gang: Für aus­ge­hen­de Schrei­ben (inkl. E‑Mails) gel­ten Vor­la­gen und Abläu­fe: Wich­tig ist eine letz­te Qua­li­täts­kon­trol­le (Vier-Augen-Prin­zip bei wich­ti­gen Doku­men­ten) und das siche­re Ver­sen­den. Aus­gangs­post soll­te doku­men­tiert wer­den (z. B. Kopie in der Akte oder Journalführung).

💡 Tipp: Defi­nie­ren Sie fes­te Zei­ten für die Post­be­ar­bei­tung. Bei­spiels­wei­se kann vor­mit­tags der Post­ein­gang erle­digt wer­den, damit drin­gen­de Anlie­gen sofort bear­bei­tet wer­den, und nach­mit­tags der Post­aus­gang vor­be­rei­tet wer­den. So ent­steht Rou­ti­ne und nichts bleibt liegen.

🎯 Work­shop-Modul: Im Trai­ning erstel­len wir gemein­sam ein Ablauf­dia­gramm für die Post­be­ar­bei­tung. Die Teil­neh­men­den erar­bei­ten in Klein­grup­pen einen bei­spiel­haf­ten Post­ein­gangs-Pro­zess (von Ein­gang über Scan bis Abla­ge) und ver­glei­chen ihn mit dem vor­ge­schla­ge­nen Stan­dard­pro­zess. Die­ses inter­ak­ti­ve Modul hilft, die Schrit­te prak­tisch nach­zu­voll­zie­hen und Akzep­tanz für eine ein­heit­li­che Vor­ge­hens­wei­se zu schaffen.


💬 Kla­re Regeln für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge und Erreichbarkeit

Kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­ons­re­geln erleich­tern die Zusam­men­ar­beit enorm. In die­sem Abschnitt des Schu­lungs­pro­gramms wer­den Ver­stän­di­gungs­ka­nä­le und Erreich­bar­keits­re­geln fest­ge­legt, damit jede:r weiß, wie und wann man Kol­le­gen oder Exter­ne am bes­ten erreicht. Unkla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on führt leicht zu Miss­ver­ständ­nis­sen – das wol­len wir ver­mei­den. Daher defi­nie­ren wir z. B., wel­che Infor­ma­ti­ons­we­ge wofür genutzt wer­den: For­ma­li­tä­ten und län­ge­re Infor­ma­tio­nen per E‑Mail, schnel­le Abspra­chen im Team per Chat(z. B. Micro­soft Teams), und kom­ple­xe The­men lie­ber in einem per­sön­li­chen Gespräch oder Mee­ting. Auch Erreich­bar­keits­zei­ten wer­den bespro­chen: Wann ist jemand ver­füg­bar? Wie schnell soll­te man auf Anfra­gen reagie­ren? Das Team einigt sich auf rea­lis­ti­sche Ant­wort­zei­ten, damit nie­mand sich über­for­dert fühlt und zugleich wich­ti­ge Nach­rich­ten zeit­nah beant­wor­tet werden.

  • Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le zuord­nen: Legen Sie für typi­sche Situa­tio­nen fest, wel­cher Kanal ange­mes­sen ist. Bei­spiel: Drin­gen­de inter­ne Rück­fra­ge? → Chat oder kur­zer Anruf. Aus­führ­li­che Abstim­mung mit meh­re­ren Punk­ten? → E‑Mail mit kla­rer Betreff­zei­le. Kom­ple­xes Pro­blem oder Kon­flikt? → per­sön­li­ches Mee­ting (vir­tu­ell oder vor Ort).
  • Neti­quet­te und Ton: Schu­len Sie die Teil­neh­men­den in freund­li­cher und pro­fes­sio­nel­ler Aus­drucks­wei­se, beson­ders schrift­lich. Miss­ver­ständ­nis­se wer­den redu­ziert, wenn E‑Mails eine höf­li­che Anre­de haben und Chats eben­so respekt­voll blei­ben (Emo­jis kön­nen z. B. Ton­fall unter­stüt­zen, aber auf pro­fes­sio­nel­le Ange­mes­sen­heit achten).
  • Erreich­bar­keit und Reak­ti­ons­zeit: Defi­nie­ren Sie Team-Regeln, wann man erreich­bar sein soll­te. Zum Bei­spiel: inner­halb der Kern­ar­beits­zeit von 9–15 Uhr auf Chat-Nach­rich­ten zeit­nah reagie­ren, E‑Mails inner­halb von 24 Stun­den beant­wor­ten. Eben­so wich­tig: Off­line-Zei­ten respek­tie­ren (abends/Wochenende) – hier kann z. B. eine Abwe­sen­heits­no­tiz oder eine gemein­sa­me Kalen­der­pfle­ge helfen.

🗣️ Pra­xis­übung: Die Grup­pe ent­wi­ckelt gemein­sam eine Team-Kom­mu­ni­ka­ti­ons-Ver­ein­ba­rung. In Klein­grup­pen wird erar­bei­tet, was gute Kom­mu­ni­ka­ti­on im All­tag aus­macht, und anschlie­ßend wer­den die Vor­schlä­ge zu ver­bind­li­chen Team­re­geln zusam­men­ge­führt. Jede:r Teilnehmer:in erhält die Ver­ein­ba­rung am Ende als Hand­out, um die Regeln am Arbeits­platz prä­sent zu haben.


⏰ Struk­tu­rier­te Fris­ten- und Aufgabenverwaltung

Fris­ten im Blick zu behal­ten und Auf­ga­ben sys­te­ma­tisch zu mana­gen ist in Betreu­ungs­ver­ei­nen essen­ti­ell – bei­spiels­wei­se dür­fen gericht­li­che Ter­mi­ne oder Berichts­fris­ten kei­nes­falls ver­säumt wer­den. Die­ses Modul zeigt, wie man ein Fris­ten­ma­nage­ment ein­führt, damit jede Dead­line zuver­läs­sig ein­ge­hal­ten wird. Die Teil­neh­men­den ler­nen ver­schie­de­ne Tools ken­nen, mit denen sie ihre Auf­ga­ben pla­nen kön­nen: vom klas­si­schen Kalen­der (papier­ba­siert oder Out­look) über digi­ta­le Auf­ga­ben­lis­ten bis hin zur Wie­der­vor­la­ge-Funk­ti­on in Spe­zi­al­soft­ware. Wie­der­vor­la­ge bedeu­tet, dass ein Vor­gang oder Doku­ment zu einem bestimm­ten Datum auto­ma­tisch wie­der vor­ge­legt wird – eine Erin­ne­rungs­hil­fe, die im digi­ta­len Kon­text etwa durch Out­look-Auf­ga­ben oder die Soft­ware butler21 bereit­ge­stellt wer­den kann.

  • Zen­tra­les Fris­ten­buch: Füh­ren Sie ein Fris­ten­buch (heu­te meist digi­tal), in dem alle wich­ti­gen Ter­mi­ne und Fris­ten ein­ge­tra­gen wer­den – idea­ler­wei­se so, dass das Team Zugriff hat. Zum Bei­spiel ein gemein­sa­mer Team-Kalen­der für Gerichts­ter­mi­ne, Abga­be­fris­ten von Berich­ten, Ver­län­ge­rungs­an­trä­ge etc. Jeder Ein­trag ent­hält neben dem Datum auch wer ver­ant­wort­lich ist.
  • Auf­ga­ben­lis­te und Prio­ri­sie­rung: Nut­zen Sie eine To-Do-Lis­te oder Auf­ga­ben­ma­nage­ment-Tool, um alle offe­nen Auf­ga­ben fest­zu­hal­ten. Prio­ri­sie­ren Sie die Auf­ga­ben nach Dring­lich­keit und Datum. Dies kann mit ein­fa­chen Lis­ten oder Kan­ban-Boards gesche­hen, solan­ge klar ist, wer was bis wann erledigt.
  • Erin­ne­rungs­sys­tem ein­rich­ten: Schu­len Sie die Mitarbeiter:innen, elek­tro­ni­sche Erin­ne­run­gen zu set­zen – z. B. Out­look kann Pop-up-Erin­ne­run­gen für Termine/Fristen anzei­gen, und butler21 bie­tet auto­ma­ti­sche Erin­ne­rungs­funk­tio­nen. Wich­tig ist, einen Stan­dard­pro­zess zu haben: Etwa „Sobald ein neu­er Gerichts­be­schluss kommt, tra­ge ich mir die nächs­te Über­prü­fungs­frist in den Kalen­der ein und stel­le eine Wie­der­vor­la­ge in der Soft­ware.“ So wird nichts übersehen.

✅ Check­lis­te: Im Trai­ning erhal­ten alle eine Fris­ten-Check­lis­te. Dar­auf fin­den sich Punk­te wie „Frist in Team­ka­len­der ein­ge­tra­gen?“, „Zustän­dig­keit geklärt?“, „Wie­der­vor­la­ge gestellt?“. Die­se Lis­te kann jeder Bear­bei­ter bei Ein­gang eines frist­ge­bun­de­nen Doku­ments durch­ge­hen, um sicher­zu­stel­len, dass die Frist­ver­wal­tung greift.

💻 Tool-Demons­tra­ti­on: Wir zei­gen live im Work­shop, wie man in Out­look einen Ter­min mit Erin­ne­rung ein­trägt und wie die butler21-Soft­ware Fris­ten und Auf­ga­ben ver­wal­tet. Die Teil­neh­men­den kön­nen par­al­lel an ihrem Gerät eine Bei­spiel­auf­ga­be ein­tra­gen. Dabei wer­den Fra­gen geklärt und Hem­mun­gen im Umgang mit der Soft­ware abgebaut.


💻 Nut­zung und Ein­füh­rung von Soft­ware und Tools (z. B. butler21, Out­look, eBO-Systeme)

In vie­len Betreu­ungs­ver­ei­nen kom­men spe­zi­el­le Soft­ware­lö­sun­gen zum Ein­satz, um die täg­li­che Arbeit zu erleich­tern. Die­ses Modul wid­met sich den wich­tigs­ten Tools und Pro­gram­men und ihrer opti­ma­len Nut­zung. Butler21 (eine Bran­chen­soft­ware für Betreuer:innen) ist zum Bei­spiel weit ver­brei­tet und bie­tet Funk­tio­nen wie Akten­ver­wal­tung, Berich­te oder Finanz­ab­rech­nung – tat­säch­lich nut­zen vie­le der Berufs­be­treu­er eine sol­che Software.

Die Schu­lung erklärt Schritt für Schritt die Grund­la­gen von Fall-Manage­ment-Soft­ware, sodass auch Neu­lin­ge sich zurecht­fin­den. Dane­ben wird Out­look behan­delt (für E‑Mail, Kalen­der, Auf­ga­ben), da es oft zen­tra­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Orga­ni­sa­ti­ons­platt­form ist. Auch die Hand­ha­bung des eBO-Post­fachs wird gezeigt, damit alle wis­sen, wie man siche­re Nach­rich­ten von Gerich­ten emp­fängt und ver­sen­det. Ziel ist, dass die Teilnehmer:innen sicher und effi­zi­ent mit den bereit­ge­stell­ten digi­ta­len Werk­zeu­gen umge­hen können.

  • Fall-Manage­ment-Soft­ware: Vor­stel­lung der wich­tigs­ten Modu­le von bspw. von Butler21 oder der­je­weils genutz­ten Soft­ware (Stamm­da­ten­ver­wal­tung, Akten­füh­rung, Berichts-Gene­ra­tor etc.). Die Teilnehmer:innen üben z. B. das Anle­gen eines neu­en Betreu­ungs­falls und das Doku­men­tie­ren eines Ereig­nis­ses. Fra­gen zur Daten­si­cher­heit (Pass­wort, Zugriffs­rech­te in der Soft­ware) wer­den geklärt.
  • Out­look effek­tiv nut­zen: Auch wenn E‑Mails All­tag sind – Out­look bie­tet vie­le Funk­tio­nen, die den Arbeits­ab­lauf unter­stüt­zen. Wir zei­gen z. B. das Erstel­len von gemein­sa­men Kalen­dern für das Team, das Anle­gen von Auf­ga­ben mit Kate­go­rien (zur Prio­ri­sie­rung) und die Nut­zung der Such­funk­ti­on, damit kei­ne Mail ver­lo­ren geht. Pra­xis­nah bedeu­tet hier: jeder: Teilnehmer:in sen­det und archi­viert eine Test-Mail an die Grup­pe oder setzt eine Bespre­chungs­an­fra­ge auf, um die Fea­tures direkt aus­zu­pro­bie­ren. Wir berück­sich­ti­gen hier­bei die beschlos­se­nen Kommunikationsansprachen.
  • eBO-Sys­tem: Erklä­rung, was das beson­de­re elek­tro­ni­sche Behör­den­post­fach ist und war­um es wich­tig ist (gericht­li­che Schrei­ben wer­den zuneh­mend nur noch digi­tal ver­sandt). Live-Demo: Wie mel­det man sich an? Wie öff­net man eine Nach­richt, spei­chert Anhän­ge und bestä­tigt den Erhalt? Die Nut­zer wer­den sen­si­bi­li­siert, dass eBO-Post genau­so ver­bind­lich wie Papier­post ist – regel­mä­ßi­ge Kon­trol­le und gewis­sen­haf­te Abla­ge sind Pflicht.

🎓 Work­shop-Modul: Das Erler­nen der Soft­ware erfolgt hands-on: In einem Com­pu­ter­raum-Work­shop (oder mit eige­nen Lap­tops) füh­ren alle Teilnehmer:innen zeit­gleich bestimm­te Auf­ga­ben aus (z. B. einen Fall in Butler21 anle­gen, einen Ter­min in Out­look pla­nen). Ein:e Trainer:in und evtl. Assis­ten­ten ste­hen bereit, um indi­vi­du­ell zu unter­stüt­zen. Durch die­ses Sel­ber-Machen ver­tieft sich das Wis­sen und die Scheu vor der Soft­ware nimmt ab.


🔒 Rol­len- und Zugriffs­ma­nage­ment (Daten­schutz, Rollenverteilung)

Daten­schutz und klar gere­gel­te Zugriffs­rech­te sind für Betreu­ungs­ver­ei­ne uner­läss­lich, da man mit sen­si­blen per­sön­li­chen Daten arbei­tet. In die­sem Pro­gramm­punkt ler­nen die Teil­neh­men­den, war­um ein Rol­len- und Zugriffs­ma­nage­ment wich­tig ist und wie es umge­setzt wird. Kon­kret geht es dar­um, fest­zu­le­gen, wer auf wel­che Infor­ma­tio­nen und Sys­te­me zugrei­fen darf. Das schützt zum einen ver­trau­li­che Daten (Stich­wort DSGVO – Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung), zum ande­ren schafft es Klar­heit über Verantwortlichkeiten. 

Die Schu­lung erläu­tert z. B. die typi­schen Rol­len in einer Betreu­ungs­or­ga­ni­sa­ti­on: Sach­be­ar­bei­tungBetreuer:innen, Team­lei­tungAdmi­nis­tra­tor etc., und wel­che Rech­te jeweils pas­sen (etwa Schreib­rech­te in eige­nen Fäl­len, nur Lese­zu­griff in Ver­tre­tungs­fäl­len, Admin­rech­te nur für IT-Ver­ant­wort­li­che). Außer­dem wird ver­mit­telt, wie man Pass­wör­ter und Zugän­ge sicher ver­wal­tet. Ein effek­ti­ves Rol­len- und Rech­te­ma­nage­ment bedeu­tet auch, dass beim Aus­schei­den eines Mit­ar­bei­ters des­sen Zugän­ge ent­zo­gen und Akten sau­ber über­ge­ben wer­den – auch das gehört zum Prozess.

  • Rol­len­kon­zept erstel­len: Die Teilnehmer:innen ent­wi­ckeln ein ein­fa­ches Berech­ti­gungs­kon­zept. Wel­che Daten gel­ten als beson­ders schüt­zens­wert? Wer braucht Zugriff dar­auf? Zum Bei­spiel: Finanz­da­ten der Kli­en­ten nur für die zustän­di­gen Betreuer:innen und die Buch­hal­tung. Dabei wird das Prin­zip „Nur so viel Zugang wie nötig“ vermittelt.
  • Rech­te­ver­wal­tung in der Pra­xis: Anhand der ein­ge­setz­ten Soft­ware (z. B. in Butler21 oder im Datei-Ser­ver) wird gezeigt, wie man Benut­zer­kon­ten und Rech­te ein­rich­tet. Wir simu­lie­ren etwa, wie ein:e neue:r Mitarbeiter:in ange­legt wird: wel­che Gruppen/Freigaben die­se Per­son bekommt. Eben­so wird geübt, einem Ver­tre­ter vor­über­ge­hend Zugriff auf die Akte eines Kol­le­gen zu geben (Ver­tre­tungs­fall).
  • Daten­schutz-Richt­li­ni­en: Wir bespre­chen die grund­le­gen­den Pflich­ten nach DSGVO, z. B. dass nur berech­tig­te Per­so­nen per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten ein­se­hen dür­fen, dass ein Ver­fah­rens­ver­zeich­nis geführt wird und dass alle Mit­ar­bei­ter auf Ver­schwie­gen­heit ver­pflich­tet sind. Kon­kre­te All­tags­tipps: Bild­schirm sper­ren beim Ver­las­sen des Plat­zes, kei­ne sen­si­blen Daten unver­schlüs­selt per E‑Mail ver­sen­den, Doku­men­ten­schred­der für Papier­ak­ten etc.

🔐 Check­lis­te Daten­schutz & Zugriffs­rech­te: Jede:r Teilnehmer:in erhält eine Check­lis­te, um regel­mä­ßig die Ein­hal­tung der Regeln zu prü­fen. Dar­auf ste­hen Fra­gen wie „Sind mei­ne Pass­wör­ter sicher und geheim?“„Haben nur befug­te Kol­le­gen Zugriff auf mei­ne Fäl­le?“„Lie­gen kei­ne sen­si­blen Doku­men­te offen her­um?“. Die­se Lis­te kann z. B. jähr­lich oder bei inter­nen Audits durch­ge­gan­gen werden.

💼 Rollenspiel/Workshop: Um das The­ma greif­bar zu machen, füh­ren wir ein kur­zes Rol­len­spiel durch. Ein:e Teilnehmer:in spielt z. B. die Rol­le eines neu­en Mit­ar­bei­ters, ein:e ande­re die IT-Ver­ant­wort­li­che. Gemein­sam gehen sie den Pro­zess der Rech­te­ver­ga­be durch. In einem zwei­ten Durch­lauf wird ein Daten­pan­nen-Sze­na­rio nach­ge­stellt (z. B. ein unbe­fug­ter Zugriff) – die Grup­pe dis­ku­tiert anschlie­ßend, wie man prä­ven­tiv sol­che Fäl­le ver­hin­dern kann. Die­se Übun­gen sen­si­bi­li­sie­ren und fes­ti­gen das Gelern­te im Team.


🤝 Zusam­men­ar­beit im Team und trans­pa­ren­te Arbeitsorganisation

Eine gute Team-Zusam­men­ar­beit ist das A und O, gera­de wenn es um digi­ta­le Pro­zes­se geht. Die­ses Modul beschäf­tigt sich damit, wie wir im Team orga­ni­sier­ter und trans­pa­ren­ter zusam­men­ar­bei­ten kön­nen. Dazu gehört zum Bei­spiel ein regel­mä­ßi­ger Jour Fixe (ein fes­tes Team­mee­ting, etwa wöchent­lich), in dem offe­ne Fra­gen geklärt und aktu­el­le Fäl­le bespro­chen wer­den. Sol­che Tref­fen för­dern den Infor­ma­ti­ons­aus­tausch und ver­mei­den Miss­ver­ständ­nis­se – schließ­lich ist schlech­te Kom­mu­ni­ka­ti­on eine der häu­figs­ten Ursa­chen für Pro­ble­me im Büro­all­tag, wäh­rend regel­mä­ßi­ger Aus­tausch (z. B. via Jour Fixe) die Abstim­mung unter­ein­an­der deut­lich verbessert. 

Wir behan­deln auch Ver­tre­tungs­re­ge­lun­gen: Jede Betreuer:in soll­te wis­sen, wer im Urlaubs- oder Krank­heits­fall ihre Fäl­le über­nimmt, und wie die­se Über­ga­be digi­tal unter­stützt wird (etwa durch einen aktu­el­len Akten­ver­merk oder To-Do-Lis­te für die Ver­tre­tung). Trans­pa­renz in der Arbeits­tei­lung bedeu­tet, dass jede:r im Team jeder­zeit den Stand der Din­ge ein­se­hen kann, sei es durch gemein­sa­me Über­sichts­lis­ten, ein Kan­ban-Board mit allen Fäl­len oder ein­fach durch regel­mä­ßi­ge Updates in Meetings.

  • Jour Fixe eta­blie­ren: Wir bespre­chen, wie man ein effi­zi­en­tes regel­mä­ßi­ges Team­mee­ting durch­führt. The­men könn­ten sein: kur­ze Run­de, was letz­te Woche lief, was ansteht, wo Hil­fe benö­tigt wird. Wich­tig ist, dass das Mee­ting einen fes­ten Ter­min hat und alle vor­be­rei­tet kom­men. Ergeb­nis­se (Auf­ga­ben, Beschlüs­se) soll­ten pro­to­kol­liert wer­den, damit Abwe­sen­de nach­le­sen können.
  • Trans­pa­ren­te Auf­ga­ben­ver­tei­lung: Stel­le sicher, dass die Auf­ga­ben und Fäl­le im Team sicht­bar sind. Z. B. könn­te ein ein­fa­ches White­board oder eine digi­ta­le Tafel (Trel­lo, MS Plan­ner o. Ä.) ver­wen­det wer­den, wo jeder sehen kann, wer wel­che Fäl­le betreut und wel­che Auf­ga­ben gera­de in Bear­bei­tung sind. Das nimmt Unsi­cher­heit und redu­ziert Nach­fra­gen im Tagesgeschäft.
  • Ver­tre­tungs­re­geln: Defi­nie­re für alle ver­bind­lich, wer im Ver­tre­tungs­fall ein­springt. Idea­ler­wei­se gibt es Tan­dems oder klei­ne Teams, die sich gegen­sei­tig ver­tre­ten kön­nen. Digi­tal soll­te der Ver­tre­ter Zugriff auf die nöti­gen Akten erhal­ten (sie­he Rol­len- und Zugriffs­ma­nage­ment) und eine kur­ze Über­ga­be bekom­men – etwa per Check­lis­te oder durch ein Mee­ting vor Urlaubs­an­tritt. Jede:r Mitarbeiter:in hin­ter­lässt eine aktu­el­le To-Do-Lis­te, damit die Ver­tre­tung naht­los wei­ter­ar­bei­ten kann.

👥 Team-Work­shop: In einer mode­rier­ten Ses­si­on ent­wi­ckeln die Teilnehmer:innen gemein­sam ein Team-Mani­fest für Zusam­men­ar­beit. Dar­in hal­ten sie selbst for­mu­lier­te Leit­sät­ze fest, z. B. „Wir tau­schen uns ein­mal pro Woche im Team aus“, „Wir pfle­gen unse­re Auf­ga­ben so, dass jede:r den aktu­el­len Stand sehen kann“ oder „Wir unter­stüt­zen uns gegen­sei­tig bei Eng­päs­sen.“ Die­ses Mani­fest (viel­leicht auf einem Pos­ter mit Unter­schrif­ten aller) stärkt das Com­mit­ment und kann im Büro auf­ge­hängt werden.

📅 Ver­tre­tungs-Check: Außer­dem erstel­len wir im Kurs einen Ver­tre­tungs­plan. Jede:r füllt für sich eine kur­ze Vor­la­ge aus: Wen infor­mie­re ich bei Abwe­sen­heit? Wo lie­gen mei­ne wich­tigs­ten Infos?. Die­se Vor­la­ge wird als Check­lis­te ver­teilt und kann künf­tig vor jedem Urlaub aus­ge­füllt an die Ver­tre­tung über­ge­ben wer­den. So ist sicher­ge­stellt, dass im Fal­le einer Abwe­sen­heit alle nöti­gen Infos bereitstehen.


🔄 Refle­xi­on und Wei­ter­ent­wick­lung der digi­ta­len Zusammenarbeit

Die digi­ta­le Zusam­men­ar­beit ist kein Zustand, son­dern ein fort­lau­fen­der Pro­zess. Daher ler­nen die Teilnehmer:innen im letz­ten Modul, wie wich­tig regel­mä­ßi­ge Refle­xi­on und Wei­ter­ent­wick­lung ist. Nur so bleibt die Arbeits­wei­se aktu­ell, effi­zi­ent und mit den Qua­li­täts­stan­dards im Ein­klang. Wir emp­feh­len, jähr­li­che Checks der digi­ta­len Pro­zes­se durch­zu­füh­ren: Was läuft gut? Wo gibt es Hür­den oder Unzu­frie­den­heit? Bei­spiels­wei­se kann man ein­mal im Jahr in einem Team-Work­shop die ein­ge­führ­ten Regeln und Tools auf den Prüf­stand stellen.

Die Schu­lung zeigt, wie man Feed­back­run­den gestal­tet, in denen jede:r offen Rück­mel­dung geben kann. Die­ses Feed­back ist Gold wert, um Anpas­sun­gen vor­zu­neh­men – sei­en es neue Tools, die aus­pro­biert wer­den, oder Anpas­sun­gen von Regeln, die sich als zu strikt oder unklar her­aus­ge­stellt haben. Ein Kern­ele­ment von Qua­li­täts­ma­nage­ment wie ISO 9001 ist der kon­ti­nu­ier­li­che Ver­bes­se­rungs­pro­zess (KVP), und genau den ver­an­kern wir hier: pla­nen – umset­zen – prü­fen – ver­bes­sern. So bleibt die digi­ta­le Zusam­men­ar­beit leben­dig und effektiv.

  • Regel­mä­ßi­ge Team-Reviews: Eta­blie­ren Sie min­des­tens ein­mal jähr­lich (bes­ser halb­jähr­lich) ein Tref­fen, das aus­drück­lich der Refle­xi­on gewid­met ist. Dort geht es nicht um Tages­ge­schäft, son­dern dar­um, wie man zusam­men­ar­bei­tet. Zum Bei­spiel: Funk­tio­niert unse­re Abla­ge­struk­tur für alle? Wer­den die Fris­ten zuver­läs­sig ein­ge­hal­ten? Jeder bringt 1–2 Punk­te mit, die aus sei­ner Sicht gut lau­fen oder geän­dert wer­den sollten.
  • Feed­back ein­ho­len: Füh­ren Sie anony­me Umfra­gen oder offe­ne Feed­back­run­den durch. Fra­gen Sie nach der Zufrie­den­heit mit den Tools (ist z. B. die Soft­ware butler21 hilf­reich oder gibt es Pro­ble­me?), mit der Kom­mu­ni­ka­ti­on (fühlt sich jemand überinfor­miert oder unterinfor­miert?), mit der Arbeits­be­las­tung durch die Pro­zes­se. Wich­tig ist, eine offe­ne Gesprächs­kul­tur zu för­dern, in der Kri­tik als Bei­trag zur Ver­bes­se­rung gese­hen wird.
  • Anpas­sun­gen und Inno­va­tio­nen: Aus dem Feed­back lei­ten Sie kon­kre­te Maß­nah­men ab. Viel­leicht braucht es eine zusätz­li­che Schu­lung zu einem Tool, oder man ver­ein­facht eine Regel, die in der Pra­xis schwer umsetz­bar war. Blei­ben Sie auch offen für neue Ent­wick­lun­gen: die digi­ta­le Welt ändert sich schnell – even­tu­ell gibt es neue Soft­ware, die Sie tes­ten wol­len, oder Updates der Qua­li­täts­stan­dards, die ein­ge­ar­bei­tet wer­den sollten.

📝 Pro­to­koll & Maß­nah­men­plan: Hal­ten Sie die Ergeb­nis­se der Refle­xi­ons-Mee­tings schrift­lich fest. Im Trai­ning zei­gen wir, wie ein ein­fa­cher Maß­nah­men­plan geführt wird: Was wird ver­bes­sert? Wer ist ver­ant­wort­lich? Bis wann? Die­se schrift­li­che Fixie­rung stellt sicher, dass gute Ideen nicht ver­puf­fen, son­dern wirk­lich umge­setzt wer­den. Beim nächs­ten Check wird der Plan durch­ge­gan­gen – das sorgt für Ver­bind­lich­keit und Nach­ver­fol­gung der Verbesserungen.


📖 Abschluss und Ausblick

Zum Abschluss des Schu­lungs­pro­gramms fas­sen wir alle wich­ti­gen Erkennt­nis­se noch ein­mal zusam­men. Die Teil­neh­men­den haben nun ein umfas­sen­des Rüst­zeug für die digi­ta­le Zusam­men­ar­beit im Betreu­ungs­ver­ein: von der rich­ti­gen Doku­men­ta­ti­on über effi­zi­en­te Kom­mu­ni­ka­ti­on bis hin zur kon­ti­nu­ier­li­chen Ver­bes­se­rung. Wir beto­nen, dass die Umset­zung Schritt für Schritt erfol­gen kann – nie­mand muss alles auf ein­mal per­fek­tio­nie­ren. Wich­tig ist, bewusst anzu­fan­gen: Viel­leicht mit klei­nen Ände­run­gen wie einer neu­en Datei­ab­la­ge-Struk­tur oder einem wöchent­li­chen Team­mee­ting. Erfolgs­er­leb­nis­se dabei moti­vie­ren, wei­te­re Ele­men­te anzugehen.

Zum Aus­blick ermu­ti­gen wir die Teil­neh­men­den, dran­zu­blei­ben und neu­gie­rig zu blei­ben. Die digi­ta­le Welt ent­wi­ckelt sich ste­tig, und mit dem gelern­ten Wis­sen kön­nen sie Neue­run­gen künf­tig bes­ser ein­ord­nen und ein­füh­ren. Durch jähr­li­che Refle­xi­on und Team-Checks bleibt die Zusam­men­ar­beit nicht ste­hen, son­dern wird immer wie­der auf den Prüf­stand gestellt und ver­bes­sert – ganz im Sin­ne eines geleb­ten Qua­li­täts­ma­nage­ments. So wird digi­ta­le Zusam­men­ar­beit zur geleb­ten Pra­xis, die allen Betei­lig­ten die Arbeit erleich­tert und letzt­lich den betreu­ten Men­schen zugutekommt.

Mit die­sem Schu­lungs­pro­gramm sind Betreu­ungs­ver­ei­ne bes­tens dar­auf vor­be­rei­tet, die Chan­cen der Digi­ta­li­sie­rung struk­tu­riert und qua­li­täts­ge­si­chert zu nut­zen. Jede bereit­ge­stell­te Check­lis­te, Hand­rei­chung und jedes Work­shop­mo­dul unter­stützt dabei, das Erlern­te direkt im Arbeits­all­tag umzu­set­zen. Damit wird digi­ta­le Zusam­men­ar­beit nicht zur Zusatz­auf­ga­be, son­dern zum selbst­ver­ständ­li­chen Teil einer moder­nen Betreu­ungs­ar­beit — effi­zi­ent, trans­pa­rent und team­ori­en­tiert.

Mate­ri­al

FAQ

Was umfasst die Schu­lung zur digi­ta­len Zusammenarbeit?

Die Schu­lung behan­delt zen­tra­le The­men wie Doku­men­ta­ti­on, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­re­geln, Soft­ware­ein­satz und Daten­schutz in Betreu­ungs­ver­ei­nen – pra­xis­nah und leicht verständlich.

Wel­che Stan­dards wer­den berücksichtigt?

Das Schu­lungs­pro­gramm ori­en­tiert sich an den Vor­ga­ben der DIN EN ISO 9001 für Qua­li­täts­ma­nage­ment. Dadurch wird eine nach­voll­zieh­ba­re und stan­dar­di­sier­te Arbeits­wei­se gewährleistet.

Wel­che Tools kom­men in der Schu­lung zum Einsatz?

Zum Ein­satz kom­men u. a. die Bran­chen­soft­ware Butler21, Micro­soft Out­look sowie das beson­de­re elek­tro­ni­sche Behör­den­post­fach (eBO) für rechts­si­che­re Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Gerich­ten und Behörden.