Betreu­erGPT: KI-Unter­stüt­zung für die recht­li­che Betreuung

Kurz­fas­sung

Betreu­erGPT – KI-Unter­stüt­zung für die recht­li­che Betreuung

Die Digi­ta­li­sie­rung erreicht die recht­li­che Betreu­ung: Mit Betreu­erGPT erhal­ten Betreu­en­de ein smar­tes Werk­zeug zur Sei­te, das Zeit spart, bei der Orga­ni­sa­ti­on unter­stützt und recht­li­che Infor­ma­tio­nen bereitstellt.

Was ist BetreuerGPT?

Betreu­erGPT ist ein KI-gestütz­ter Assis­tent, spe­zi­ell ent­wi­ckelt zur Unter­stüt­zung in der recht­li­chen Betreu­ung. Die Anwen­dung basiert auf der Tech­no­lo­gie von ChatGPT und bie­tet eine dia­log­ba­sier­te Benut­zer­ober­flä­che, die indi­vi­du­ell auf die Bedürf­nis­se beruf­li­cher wie ehren­amt­li­cher Betreuer:innen zuge­schnit­ten ist.

War­um ist KI in der recht­li­chen Betreu­ung sinnvoll?

Die recht­li­che Betreu­ung umfasst eine Viel­zahl an Auf­ga­ben – von der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Ämtern bis zur Ver­wal­tung finan­zi­el­ler Ange­le­gen­hei­ten. Künst­li­che Intel­li­genz kann hier ent­las­ten, indem sie Infor­ma­tio­nen recher­chiert, Text­ent­wür­fe erstellt oder an recht­li­che Vor­ga­ben erinnert.

Vor­tei­le von KI-Unter­stüt­zung in der Betreuung:

  • Schnel­le­re Bear­bei­tung von Standardanfragen
  • Ent­las­tung bei Routineaufgaben
  • Hil­fe­stel­lung bei juris­ti­schen Formulierungen
  • Zeit­ge­winn für per­sön­li­che Zuwendung

Funk­tio­nen von Betreu­erGPT im Überblick

Betreu­erGPT wur­de spe­zi­ell für die Her­aus­for­de­run­gen des Betreu­ungs­rechts und der prak­ti­schen Betreu­ung entwickelt:

  • Text­as­sis­tent: Erstel­len von Schrei­ben an Behör­den oder Institutionen
  • Erklä­rungs­hil­fe: Kom­ple­xe recht­li­che Sach­ver­hal­te ver­ständ­lich gemacht
  • For­mu­lar­hil­fe: Unter­stüt­zung beim Aus­fül­len typi­scher Formulare
  • Gesprächs­trai­ning: Simu­la­ti­on von schwie­ri­gen Betreuungsgesprächen
  • Check­lis­ten & Erin­ne­run­gen: Struk­tu­rie­rung wie­der­keh­ren­der Aufgaben

💡 Bei­spiel: “Erstel­le mir einen form­lo­sen Antrag zur Ein­wil­li­gung in eine medi­zi­ni­sche Maß­nah­me” – Betreu­erGPT lie­fert in Sekun­den eine rechts­si­che­re Vorlage.

Daten­schutz und Sicherheit

Betreu­erGPT ver­ar­bei­tet kei­ne per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten rea­ler Klient:innen. Alle Ein­ga­ben blei­ben anony­mi­siert, und es erfolgt kei­ne dau­er­haf­te Spei­che­rung sen­si­bler Infor­ma­tio­nen. Das Sys­tem wur­de spe­zi­ell für daten­schutz­kon­for­me Nut­zung entwickelt.

Für wen ist Betreu­erGPT geeignet?

  • Beruf­li­che Betreuer:innen, die täg­li­che Rou­ti­ne­pro­zes­se effi­zi­en­ter gestal­ten wollen
  • Ehren­amt­li­che Betreuer:innen, die Unter­stüt­zung bei recht­li­chen For­mu­lie­run­gen benötigen
  • Vereinsbetreuer:innen, die häu­fig vie­le Fäl­le par­al­lel betreuen

Recht­li­che Betreu­ung digi­tal denken

Der Ein­satz von KI ist kein Ersatz für mensch­li­ches Ein­füh­lungs­ver­mö­gen – aber eine sinn­vol­le Ergän­zung. Betreu­erGPT bie­tet struk­tu­rier­te Hil­fe­stel­lung und spart wert­vol­le Zeit. So bleibt mehr Raum für die indi­vi­du­el­le Beglei­tung betreu­ter Personen.

zum Betreu­erGPT

Ein­füh­rung in Auf­ga­ben und Her­aus­for­de­run­gen recht­li­cher Betreuer:innen (§§ 1814 ff. BGB)

Recht­li­che Betreuer:innen ver­tre­ten die Inter­es­sen ihrer Kli­en­tin­nen in vie­len Lebens­be­rei­chen. Sie tra­gen Sor­ge für Ver­mö­gens- und All­tags­fra­gen und ste­hen der betreu­ten Per­son auch in Gesund­heits- und Behör­den­an­ge­le­gen­hei­ten zur Sei­te. Das Online-Lexi­kon Betreu­ungs­recht fasst dies zusam­men: „Der Betreu­er hat die Inter­es­sen des betreu­ten Men­schen gegen­über Gerich­ten, Behör­den, Ver­mie­tern, Hei­men, Pfle­ge­ver­si­che­run­gen usw. zu ver­tre­ten“ lexikon-betreuungsrecht.de. Kon­kret kann das bedeu­ten, dass der Betreu­er oder die Betreue­rin bei­spiels­wei­se Bank­kon­ten führt, not­wen­di­ge Anträ­ge stellt oder Ver­trä­ge abschließt, immer im Rah­men der gericht­lich bestimm­ten Befug­nis­se. Typi­sche Auf­ga­ben sind etwa:

  • Ver­mö­gens- und Finanz­ver­wal­tung: Füh­ren von Giro- und Spar­kon­ten, Über­prü­fung von Geld­ein­gang und ‑aus­gang, Bean­tra­gung von Sozi­al­leis­tun­gen (Wohn­geld, Ren­te, Pfle­ge­geld) und Beglei­chung monat­li­cher Kos­ten wie Mie­te, Strom und Ver­si­che­run­gen familienratgeber.de. Steu­er­erklä­run­gen wer­den vor­be­rei­tet, Schul­den abge­baut und dar­auf geach­tet, dass Ver­mö­gen nicht ver­lo­ren geht familienratgeber.de.
  • Gesund­heits­für­sor­ge: Prü­fung der Kran­ken­ver­si­che­rung und Abklä­rung von Leis­tun­gen, Wahl von Arzt und Kran­ken­haus, Ent­schei­dung über Unter­su­chun­gen, The­ra­pien oder Ope­ra­tio­nen im Ein­ver­ständ­nis mit den Wün­schen der betreu­ten Per­son familienratgeber.de. Dabei muss der Betreu­er die medi­zi­ni­schen Risi­ken und den mut­maß­li­chen Wil­len der betreu­ten Per­son abwägen.
  • Woh­nen und Unter­brin­gung: Suche und Orga­ni­sa­ti­on einer ange­mes­se­nen Woh­nung, Koor­di­na­ti­on von Wohn­raum­su­che oder Umzug, Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Vermieter:innen und Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten sowie Bean­tra­gung von Wohn­geld oder Wohn­be­rech­ti­gungs­schei­nen familienratgeber.de.
  • Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Behör­den und Insti­tu­tio­nen: Regel­mä­ßi­ger Aus­tausch mit Ämtern, Gerich­ten, Pfle­ge­ein­rich­tun­gen, Ver­si­che­run­gen, Ener­gie­ver­sor­gern und wei­te­ren rele­van­ten Stel­len. Bei­spiels­wei­se bespricht der Betreu­er mit Sozi­al­äm­tern Ansprü­che auf finan­zi­el­le Leis­tun­gen oder stimmt sich mit Ärz­ten und Pfle­ge­kräf­ten ab, um die best­mög­li­che Ver­sor­gung sicher­zu­stel­len betreuungsverein-mk.de, lexikon-betreuungsrecht.de.
  • Anord­nung von Hilfs­leis­tun­gen: Der/Die Betreuer:in kann not­wen­di­ge Hilfs­diens­te wie Pfle­ge­diens­te, Haus­halts­hil­fen oder Fahr­diens­te orga­ni­sie­ren, betei­ligt sich aber nicht selbst an deren Durch­füh­rung betreuungsverein-mk.de.

Die­se Auf­ga­ben unter­lie­gen jedoch recht­li­chen Schran­ken: Vie­le Ent­schei­dun­gen mit weit­rei­chen­den Fol­gen (etwa der Ver­kauf eines Hau­ses oder eine Woh­nungs-Kün­di­gung) dür­fen ohne aus­drück­li­che Zustim­mung des Betreu­ungs­ge­richts nicht umge­setzt wer­den betreuungsverein-mk.defamilienratgeber.de.

Neben den viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben begeg­nen Betreuer*innen in der Pra­xis ver­schie­de­ne Herausforderungen:

  • Rechts­un­si­cher­heit und Auf­ga­ben­um­fang: Oft ist nicht ein­deu­tig, wel­cher Hand­lungs­spiel­raum im gericht­li­chen Auf­ga­ben­kreis liegt. Unsi­cher­hei­ten ent­ste­hen etwa bei Grenz­fäl­len: Dür­fen bei­spiels­wei­se bestimm­te Aus­ga­ben erlaubt sein, oder muss vor­her das Gericht gefragt wer­den? Sol­che Unklar­hei­ten im Auf­ga­ben­kreis kön­nen schnell zu Miss­ver­ständ­nis­sen und Risi­ko­ab­schät­zun­gen füh­ren monami.hs-mittweida.de, betreuungsverein-mk.de.
  • Doku­men­ta­ti­ons­pflich­ten: Beruf­li­che Betreuer*innen ste­hen unter stren­ger Rechen­schafts­pflicht. Sie müs­sen dem Betreu­ungs­ge­richt regel­mä­ßig Bericht erstat­ten und sämt­li­che Maß­nah­men sorg­fäl­tig doku­men­tie­ren bvfbev.de, familienratgeber.de. Jede Ein­nah­me, Aus­ga­be und Ent­schei­dung ist fest­zu­hal­ten, um voll­stän­di­ge Trans­pa­renz zu gewähr­leis­ten. Die­se Buch­füh­rung und Berichts­pflicht erfor­dert zusätz­li­chen Auf­wand und Sorgfalt.
  • Zeit­druck und Arbeits­be­las­tung: Betreuer:innen tra­gen eine hohe Ver­ant­wor­tung bei oft zahl­rei­chen Fäl­len. Wie eine aktu­el­le Unter­su­chung zeigt, über­neh­men sie vie­le Ent­schei­dun­gen und Risi­ken in kur­zer Zeit – teil­wei­se haf­ten sie sogar per­sön­lich für Unter­las­sun­gen monami.hs-mittweida.de. Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent, Fle­xi­bi­li­tät und Wis­sen in ver­schie­de­nen Fach­be­rei­chen (Medi­zin, Sozi­al­we­sen, Recht) sind des­halb unab­ding­bar. Unter hohem Druck müs­sen sie oft zwi­schen wider­sprüch­li­chen Inter­es­sen ver­mit­teln monami.hs-mittweida.de.
  • Kom­ple­xe Kom­mu­ni­ka­ti­on: Die Arbeit erfor­dert den Umgang mit sehr unter­schied­li­chen Gesprächspartner:innen. Nicht nur geht es um Fach­fra­gen mit Ärzt:innen oder Anwält:innen, son­dern auch um ein­fühl­sa­me Abstim­mung mit betreu­ten Men­schen, die ihre Auto­no­mie wah­ren wol­len. Schließ­lich ste­hen Betreue­rin­nen vor dem Span­nungs­feld, die Wün­sche der betreu­ten Per­son zu respek­tie­ren und zugleich für deren Sicher­heit zu sor­gen monami.hs-mittweida.de.
  • Schwie­ri­ge Betreu­ungs­si­tua­tio­nen: Häu­fig betreu­en Pro­fis Men­schen mit psy­chi­schen Erkran­kun­gen, Sucht­pro­ble­men oder kogni­ti­ven Ein­schrän­kun­gen, die unvor­her­seh­bar han­deln kön­nen. Ein Bei­spiel: Hat eine ver­schul­de­te betreu­te Per­son wei­ter­hin Zugang zu eige­nen Bank­kar­ten, kann sie immer wie­der neue Ver­pflich­tun­gen ein­ge­hen und so den Betreuer:innen erheb­li­che Mehr­ar­beit besche­ren monami.hs-mittweida.de. Sol­che Fäl­le erfor­dern Fin­ger­spit­zen­ge­fühl und manch­mal auch den Rück­griff auf das Betreuungsgericht.

Die­se Fak­to­ren – juris­ti­sche Unklar­hei­ten, umfas­sen­de Berichts- und Buch­füh­rungs­pflich­ten, hoher Arbeits­auf­wand und emo­tio­na­le Belas­tung – prä­gen den Arbeits­all­tag von Betreuer:innen.

Vor­stel­lung des PROMPTs „Betreu­erGPT – Sys­tem­in­struk­ti­on (Stand 02. Mai 2025 / v9)“

Betreu­erGPT ist als spe­zia­li­sier­tes KI-Assis­tenz­sys­tem für den Bereich der recht­li­chen Betreu­ung kon­zi­piert. Laut der aktu­el­len Sys­tem­an­wei­sung (Ver­si­on 9) soll Betreu­erGPT pro­fes­sio­nel­le Bera­tungs­hin­wei­se für Betreuer:innen lie­fern, ohne jedoch eine ver­bind­li­che Rechts­be­ra­tung zu erset­zen. Dabei agiert Betreu­erGPT nicht auto­nom, son­dern wird durch einen prä­zi­sen Prompt gesteu­ert, der sei­ne Ant­wor­ten auf bewähr­te Quel­len stützt. Im Hin­ter­grund nutzt es dafür etwa das „Online-Lexi­kon Betreu­ungs­recht“, eine umfas­sen­de Wis­sens­da­ten­bank zu Betreu­ungs­fra­gen, sowie die offi­zi­el­len Geset­zes­tex­te aus dem Por­tal „Geset­ze im Inter­net“. Die­se Quel­len­si­cher­heit dient dazu, dass Betreu­erGPT Geset­zes­stel­len kor­rekt zitiert und recht­li­che Grund­la­gen zuver­läs­sig berücksichtigt.

Prak­tisch soll Betreu­erGPT den Arbeits­all­tag von Betreuer*innen auf viel­fäl­ti­ge Wei­se unter­stüt­zen. Typi­sche Funk­tio­nen sind zum Beispiel:

  • §-Vali­die­rung: Die KI über­prüft, ob ange­ge­be­ne Geset­zes­stel­len (z.B. §§ 1814 ff. BGB bzw. § 1896 ff. BGB) kor­rekt sind und dem kon­kre­ten Kon­text ent­spre­chen. Auf die­se Wei­se kön­nen Wider­sprü­che im Auf­ga­ben­kreis oder Erfor­der­nis­se für gericht­li­che Geneh­mi­gun­gen schnel­ler erkannt werden.
  • For­mu­lie­rungs­hil­fen: Betreu­erGPT hilft, Schrei­ben an Behör­den oder Gerich­te sprach­lich und inhalt­lich prä­zi­se zu for­mu­lie­ren. Es schlägt Text­bau­stei­ne für Anträ­ge oder Erklä­run­gen vor und kann auf typi­sche For­mu­lie­run­gen aus dem Betreu­ungs­recht zurückgreifen. 
  • Erstel­lung rechts­si­che­rer Tex­te: Beim Ver­fas­sen von Berich­ten oder Zusam­men­fas­sun­gen unter­stützt die KI, indem sie wich­ti­ge Ele­men­te (z.B. münd­li­che Wün­sche des Betreu­ten, ärzt­li­che Gut­ach­ten, Ter­min­fest­le­gun­gen) struk­tu­riert ein­ar­bei­tet. Durch den Ver­weis auf auto­ri­ta­ti­ve Quel­len wird ange­strebt, dass die gene­rier­ten Tex­te zuver­läs­sig sind.
  • Struk­tu­rier­te Rück­fra­gen: Betreu­erGPT kann dem/der Betreuer:in geziel­te Kon­troll­fra­gen stel­len, um noch offe­ne Details zu klä­ren. Bei­spiels­wei­se könn­te es nach den genau­en For­mu­lie­run­gen eines Betreu­ungs­be­schlus­ses fra­gen oder an feh­len­de Unter­la­gen erinnern.

In all die­sen Fäl­len ist die Ori­en­tie­rung an aner­kann­ten Nach­schla­ge­wer­ken zen­tral: Das Online-Lexi­kon Betreu­ungs­recht bie­tet Erläu­te­run­gen und Fach­be­griffs­de­fi­ni­tio­nen, die Betreu­erGPT intern ein­be­zieht, um Fach­jar­gon kor­rekt zu ver­wen­den. Eben­so sind die offi­zi­el­len Geset­zes­tex­te in „Geset­ze im Inter­net“ eine fes­te Quel­le – wenn etwa nach­ge­wie­sen wer­den muss, wel­che Kos­ten ein Betreu­er abrech­nen darf oder wel­che Schwel­len­wer­te bei bestimm­ten Ent­schei­dun­gen gel­ten. Durch die­se Quel­len­bin­dung soll Betreu­erGPT ver­läss­li­che Anhalts­punk­te lie­fern, die auf dem aktu­el­len Stand der Rechts­la­ge basieren.

Aus­blick: Gren­zen und zukünf­ti­ge Poten­zia­le von KI in der recht­li­chen Betreuung

Aktu­el­le Ein­schrän­kun­gen: Trotz der genann­ten Funk­tio­nen stößt Betreu­erGPT an kla­re Gren­zen. Ent­schei­den­des gilt: Die KI kann kei­ne ver­bind­li­che Rechts­be­ra­tung leis­ten. Exper­ten beto­nen, dass Sprach­mo­del­le wie ChatGPT immer nur sta­tis­tisch wahr­schein­li­che Ant­wor­ten gene­rie­ren – unab­hän­gig davon, ob die­se inhalt­lich rich­tig sind oder nicht anwaltsblatt.anwaltverein.de. Betreu­erGPT kann Vor­schlä­ge machen und Geset­zes­zi­ta­te lie­fern, doch es fehlt die Gewähr, dass es im Ein­zel­fall abso­lut kor­rekt oder voll­stän­dig han­delt. Des­halb muss jede Emp­feh­lung durch die mensch­li­che Fach­kraft geprüft werden.

Zudem fehlt der KI der per­sön­li­che Bezug zum Ein­zel­fall: Sie kennt nicht die indi­vi­du­el­len Umstän­de der betreu­ten Per­son jen­seits der gege­be­nen Infor­ma­tio­nen. Fein­hei­ten wie per­sön­li­che Prä­fe­ren­zen, fami­liä­re Span­nun­gen oder aku­te Not­la­gen kön­nen nur Betreuer:innen selbst umfas­send erfas­sen. Betreu­erGPT kann Vor­schlä­ge zur Auf­ga­ben­er­fül­lung bie­ten, aber es erkennt kei­ne über­mit­tel­ten Sach­ver­hal­te „aus sich her­aus“ – es agiert nicht als eige­ner Akteur in der Rea­li­tät. Dem­entspre­chend darf man sich nicht dar­auf ver­las­sen, dass es kom­ple­xe indi­vi­du­el­le Kon­flik­te oder psy­cho­lo­gi­sche Betreu­ungs­fra­gen eigen­stän­dig analysiert.

Wei­te­re Gren­zen: Die KI ver­steht kei­ne Geset­zes­än­de­run­gen, die über ihren Kennt­nis­stand hin­aus­ge­hen, und sie darf – eben­so wie alle Chat­bots – per­sön­li­che Daten nur ein­ge­schränkt ver­ar­bei­ten. Außer­dem muss stän­dig dar­auf geach­tet wer­den, dass kein nach­träg­li­ches KI-“Halluzinieren” (unbe­leg­te Fak­ten­be­haup­tun­gen) erfolgt. Der ver­ant­wort­li­che Umgang mit dem Sys­tem erfor­dert daher, dass Betreuer:innen die gene­rier­ten Infor­ma­tio­nen sorg­fäl­tig überprüfen.

Zukünf­ti­ge Poten­zia­le: Für die Zukunft eröff­net sich den­noch ein gro­ßes Feld. Mit fort­schrei­ten­der Ent­wick­lung könn­ten fol­gen­de Funk­tio­nen rea­lis­tisch sein:

  • Auto­ma­ti­sier­te Fris­ten­über­wa­chung: KI-Sys­te­me könn­ten hel­fen, wich­ti­ge Ter­mi­ne zu über­wa­chen – etwa Wie­der­vor­la­ge bei Gerich­ten, Fris­ten für Rech­nungs­prü­fun­gen oder Mel­de­fris­ten für Betreu­ungs­be­rich­te. Eine intel­li­gen­te Erin­ne­rungs­funk­ti­on wür­de Betreuer:innen ent­las­ten und Feh­ler durch Ter­min­ver­säum­nis­se reduzieren.
  • Lern­fä­hi­ge Doku­men­ta­ti­on: Durch fort­ge­setz­tes Trai­ning an anony­mi­sier­ten Doku­men­ta­ti­ons­da­ten könn­ten künf­ti­ge Assis­ten­ten Rou­ti­ne­auf­ga­ben noch bes­ser unter­stüt­zen. Denk­bar ist etwa eine auto­ma­ti­sche Aus­wer­tung frü­he­rer Betreu­ungs­fäl­le, die als Vor­la­ge für neue Berichts­ent­wür­fe oder Buch­hal­tungs-Check­lis­ten die­nen. Auch Ver­bes­se­run­gen bei der Sprach­er­ken­nung (zum Bei­spiel auto­ma­tisch pro­to­kol­lier­te Gesprächs­no­ti­zen) könn­ten die Doku­men­ta­ti­ons­last wei­ter mindern.

KI-Sys­te­me wer­den die Arbeit von Betreuer:innen nicht erset­zen kön­nen – doch in ihren engen Gren­zen bie­ten sie die Chan­ce auf intel­li­gen­te Assis­tenz, mit der Rou­ti­ne­auf­ga­ben beschleu­nigt, Recher­che­zei­ten ver­kürzt und Feh­ler­quel­len mini­miert wer­den kön­nen. Die Kom­bi­na­ti­on aus mensch­li­cher Fach­kun­de und tech­ni­scher Unter­stüt­zung könn­te so die Qua­li­tät der Betreu­ung lang­fris­tig steigern.

Quel­len: Die Beschrei­bun­gen basie­ren auf grund­le­gen­den Aus­füh­run­gen zum Betreu­ungs­recht lexikon-betreuungsrecht.de, betreuungsverein-mk.de sowie Infor­ma­tio­nen zu Betreu­er­pflich­ten und KI-Hin­wei­sen bvfbev.de, anwaltsblatt.anwaltverein.de. Die Sys­tem­in­struk­tio­nen von Betreu­erGPT (Ver­si­on 9, Stand 02.05.2025) legen aus­drück­lich fest, dass das Online-Lexi­kon Betreu­ungs­recht und das Por­tal „Geset­ze im Inter­net“ die Haupt­quel­len für juris­ti­sche Daten sind.

Der PROMPT

https://chatgpt.com/g/g‑67f7a588dcd48191ba3a31e1339601ce-assistenz-rechtliche-betreuung

**BetreuerGPT – Systeminstruktion (Stand 02. Mai 2025 / v9 “Lexikon + Gesetze‑im‑Internet rev 2”)**
<!-- v9: Gesetze‑im‑Internet wird zusätzlich für §‑Validierung von Nutzer‑Eingaben und Antworten genutzt -->

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### 1 Rolle & Wissensbasis
* **Rolle:** Du bist **BetreuerGPT**, eine KI‑gestützte Assistenz speziell für rechtliche Betreuer*innen (§§ 1814 ff. BGB) in Deutschland.  
* **Aktuelles Recht:** Du arbeitest **ausschließlich** auf Grundlage des **Vormundschafts‑ und Betreuungsrechts‑Reformgesetzes (VBRRefG)**, das am **1. Januar 2023** in Kraft getreten ist, und berücksichtigst alle Änderungen bis **1. Januar 2025** (insbesondere das **Kosten‑ und Betreuer­vergütungs­rechts­änderungs­gesetz 2025** – KostBRÄG 2025).  
* **Aktualitätspflicht:** Stelle sicher, dass deine Auskünfte, Formulierungen und Dokumente den geltenden Gesetzen, Verordnungen und Leitfäden der Betreuungsbehörden entsprechen.  
* **Quellennutzung (priorisierte Reihenfolge):**  
  1. **Lexikon‑Betreuungsrecht‑API** (Kap. 5.1) – Hauptquelle für Definitionen, Kommentare und Praxis­hinweise.  
  2. **Gesetze‑im‑Internet‑Direct‑HTML‑API** (inoffiziell, Kap. 5.2) – Hauptquelle für aktuelle, konsolidierte Gesetzestexte (§‑Wortlaut) **und zur Kontrolle aller Paragraphenangaben in Nutzer‑Eingaben und Antworten**.  
  3. **Interne Wissensbasis** (kuratierte Kernkopie, Leitfäden, Vorlagen) – Ergänzung, Querabgleich, Revisions­sicherheit.  
  4. **Externe Fachquellen / Fachberatung** (nur mit explizitem Hinweis).  
  > **Keine Halluzinationen:** Wenn Informationen fehlen oder unklar sind, stelle gezielte Rückfragen oder verweise auf fachkundige Beratung.

### 2 Aufgaben
1. **Hinweise & Formulierungshilfen**  
   * Unterstütze Betreuer*innen in der Kommunikation mit Gerichten, Behörden, Einrichtungen, betreuten Personen u. a.  
   * Beachte Besonderheiten des Betreuungsrechts (u. a. Einwilligungsvorbehalt, Geschäftsfähigkeit, Patientenwille, Vergütung nach §§ 1875 ff. BGB n. F.).
2. **Erstellung von Schriftstücken**  
   * Entwirf neutrale, rechtssichere, verständliche und empathische Texte, z. B.:  
     - **Briefe / E‑Mails**  
     - **Berichte an das Betreuungsgericht** (§ 1863 BGB): Anfangs‑, Jahres‑, Schlussbericht  
     - **Gesprächs‑/Telefonnotizen** (Datum, Beteiligte, Themen, Ergebnisse, Maßnahmen)
3. **§‑Validierung**  
   * **Vor Ausgabe einer Antwort:** Prüfe jede genannte Paragraphen­nummer über **`getLawParagraphHtml`**; bestätige, dass sie existiert und inhaltlich passt.  
   * **Bei Nutzer‑Eingaben:** Wenn Nutzende Paragraphen zitieren oder sich darauf beziehen, validiere diese ebenfalls; weise auf Tippfehler oder falsche Verweise hin.  
   * **Wenn ein Paragraph nicht auffindbar ist:** Frage gezielt nach (z. B. falscher Nummer, Tippfehler, veraltete Fassung) oder liefere korrekte Fundstelle.
4. **Strukturierte Rückfragen**  
   * Stelle gezielte Nachfragen bei unvollständigen oder mehrdeutigen Angaben.
5. **Hinweispflicht**  
   * Weise Betreuer*innen ausdrücklich auf erforderliche Rechtsberatung oder gerichtliche Entscheidungen hin.

### 3 Stilrichtlinien
* **Formell‑professionell**, neutral, empathisch, leicht verständlich.  
* Verwende **gendergerechte Sprache** (Betreuer*innen, Klient*innen).  
* Sei **vorausschauend** und biete konkrete Handlungsoptionen an.  
* Erläutere juristische Fachbegriffe kurz.  
* **Datenschutz (DSGVO):** Verarbeite personenbezogene Daten nur, wenn zwingend erforderlich.

### 4 Grenzen & Haftungsausschluss
* Du **ersetzt keine Rechtsanwältin / keinen Rechtsanwalt**.  
* Du gibst **keine verbindlichen Rechtsauskünfte** und übernimmst **keine Haftung**.  
* Bei Unsicherheit skizziere geeignete nächste Schritte (z. B. Rücksprache mit Gericht, Fachstelle, Fachanwalt*anwältin).

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### 5 Externe Aktionen – Wissens‑APIs

#### 5.1 Lexikon Betreuungsrecht

| Aktion | Zweck | Wichtigste Parameter | Rückgabe (Kurzform) |
|--------|-------|----------------------|--------------------|
| **`searchLexikon`** | Begriff / Artikel suchen | `srsearch`, optional `srlimit` | Trefferliste (`title`, `pageid`, `snippet`) |
| **`parsePage`** | Artikeltext abrufen | `page` | HTML‑Inhalt (`parse.text["*"]`) |

**Verwendung – Lexikon**  
1. Führe `searchLexikon` aus, sobald betreuungsrechtliche Begriffe erklärt werden müssen oder interne Quellen unzureichend sind.  
2. Hole mit `parsePage` den relevanten Artikeltext.  
3. Extrahiere nur nötige Passagen, paraphrasiere oder zitiere kurz (≤ 90 Wörter).  
4. Kennzeichne die Quelle als *„Lexikon‑Betreuungsrecht“*.  
5. Bei API‑Fehlern oder fehlenden Treffern weise auf Fachliteratur oder Gerichtsentscheidungen hin.

#### 5.2 Gesetze‑im‑Internet – Gesetzestexte
*(Direkter HTML‑Abruf; API auch zur §‑Validierung)*

| Aktion | Zweck | Wichtigste Parameter | Rückgabe (Kurzform) |
|--------|-------|----------------------|--------------------|
| **`getLawParagraphHtml`** | Paragraphenwortlaut abrufen **und Validierung** | `lawSlug`, `paragraph` | HTML‑Seite des Paragraphen |
| **`getLawIndexHtml`** | ganzen Gesetzestext abrufen | `lawSlug` | HTML‑Seite mit vollständigem Gesetz |

**Verwendung – Gesetze‑im‑Internet**  
1. Nutze **`getLawParagraphHtml`** immer, wenn ein Paragraph erwähnt wird (Eingabe oder Antwort), um seine Existenz und Richtigkeit zu prüfen.  
2. Extrahiere normativen Text (Absätze) aus dem HTML.  
3. Zitiere kurze Auszüge (≤ 90 Wörter) oder paraphrasiere; kennzeichne die Quelle als *„Gesetze‑im‑Internet (BMJ/juris)“*.  
4. Bei umfassendem Kontextbedarf (mehrere §§ oder Gesetz als Ganzes) verwende **`getLawIndexHtml`**.  
5. Bei Website‑Timeouts: Wiederhole max. 2 ×; scheitert auch das, verweise auf das Bundesgesetzblatt oder bitte um erneute Anfrage.

---

**Ende der Systeminstruktion (v9)**